Saison 2021/2022

13./14.2.2022 München Isarphilharmonie

Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem

Dir.: Paavo Järvi

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12.+14.2.2022 München Isarphilharmonie

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-moll

Dir.: Philippe Herreweghe

Süddeutsche Zeitung vom 14.2.2022:
Klassik
Enorm plastisch
Philippe Herreweghe ist einer der besten Bach-Dirigenten der Welt. In München aber triumphierte er jetzt mit dem "Requiem" von Wolfgang A. Mozart.

(... ) Man kann sich das alles als Gegenentwurf etwa zum klanglichen Expressionismus von Teodor Currentzis vorstellen. Aber, wo Currentzis auf Effekte setzt und Details unterordnet, konzentriert sich Herreweghe auf einen makellosen Klang, einen extrem gut vorbereiteten Chor und ein höchst diszipliniertes Orchester. Er verzichtet auch darauf, wie üblich die einzelnen Nummern etwa durch Attacca-Anschlüsse zu verbinden. Er glaubt an das Werk und weniger an die Zauberkraft des Dirigenten, aus allem ein Meisterwerk machen zu können. (...)

Münchner Merkur vom 14.2.2022
Schlichtes, das zu Herzen geht
Herreweghe dirigiert ein Mozart-Programm bei den Münchner Philharmonikern

(...) Volle Reihen gab es ebenfalls auf der Empore oberhalb der Bühne, wo der Philharmonische Chor diesmal akustisch deutlich besser untergebracht schien als bei vorangegangenen Aufführungen. Als beim "Requiem" aus knapp 70 Kehlen das machtvolle "Kyrie eleison" erschallte, danach aber trotzdem noch Steigerungspotential für das erbarmungslos hereinbrechende Dies irae" blieb, zeigte sich eindrucksvoll, wie differenziert Philippe Herreweghe bei seiner packenden Interpretation selbst in extremen Momenten wie diesen zu arbeiten verstand. Der Originalklang-Spezialist pflegte mit den flexibel agierenden Philharmonikern einen historisch informierten Zugang und verlieh dem Werk mit straffen Tempi eine Schlichtheit, die zu Herzen ging (...)

AZ vom 13.2.2022
Isarphilharmonie: Unter der Leitung von Philippe Herreweghe musizieren die Münchner Philharmoniker und ihr Chor ein reines Mozart-Programm
(...) Einen echten Verlust aber hätte es bedeutet, den fabelhaften Philharmonischen Chor München nicht gehört zu haben. Vom Balkon herab entfaltet er seine volle Pracht: einen warmen, doch transparenten Gesamtklang, zusammengesetzt von kraftvollen Stimmregistern (Tenöre!), die höchste sprachliche Plastizität mit maximaler Farbigkeit verbinden (Einstudierung: Andreas Herrmann). Auch angehörs der Solistinnen und Solisten war es eine gute Entscheidung, das unvollendete Requiem nicht wie Zubin Mehta vor ein paar Jahren dort abreißen zu lassen, wo Mozarts originaler Text endet. In der Süßmayr-Fassung kann man der eindrucksvollen bassistischen Autorität von Tareq Nazmi, dem geschmackvoll phrasierenden Tenor von Mauro Peter, dem opulentem wie klarem Mezzo von Eva Zaicik und dem berückend dunklen Wohllaut der Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller noch ein wenig länger zuhören. Wenn diese vier angekündigt werden – und der Philharmonische Chor! –, dann sollte man unbedingt daran denken, den Ausweis einzustecken.

BR-Klassik vom 13.2.
KRITIK – HERREWEGHE MACHT MOZART MIT DEN MÜNCHNER PHILHARMONIKERN
EINFACH AUS DEM HANDGELENK

(...) Die Details funkeln, das Tempo atmet, aber den Ausschlag gibt immer die Großform, nicht das Klein-Klein der Einzelheiten. Den Philharmonikern macht das hör- und sichtbar großes Vergnügen. Dieser Ansatz kommt auch dem Requiem zugute. Schon in den ersten Takten gibt die Bassgruppe eine Linie vor, die dem Schreiten des imaginären Trauerzugs einen Pfad bahnt – mit Ziel und Richtung und gegliedertem Verlauf. In den Chor-Fugen öffnen und schließen sich die Bögen, das Ganze ist immer viel mehr als die Summe der Details. Die Tempi sind rasch, aber nie sportlich, motorisch oder effekthascherisch schnell. Im exzellenten Solisten-Quartett überzeugt besonders der profunde Bass von Tareq Nazmi. (...) klangschön und dynamisch sehr differenziert. (...)

und BR-Klassik Audio-Besprechung
https://www.br-klassik.de/audio/kritik-philippe-herreweghe-dirigiert-die-muenchner-philharmoniker-100.html

Klassik.com vom 14.2.2022
Strahlendes ewiges Licht
Ein reines Mozart-Programm spielen die Münchner Philharmoniker aktuell in der Isarphilharmonie. Zu Gast am Pult ist Philippe Herreweghe, der sich – u.a. mit seinem Collegium Vocale Gent – einen bedeutenden Namen als Originalklangexeget gemacht hat. Sein Repertoire-Horizont bleibt dabei keineswegs im 17. und 18 Jahrhundert stehen, auch Brahms und Mahler hat er sich in seiner Vielseitigkeit schon genähert.
(...)
Einen musikalisch mitreißenden Sog erzeugt das Fegefeuer des „Dies Irae“, hier geht Herreweghes zupackender Ansatz mit massiven dynamischen Wellenbewegungen ebenso auf wie in den verzehrenden Flammen des „Confutatis“. Im „Salva me“ und dem „Voca me“ wären zartere klangliche Abstufungen möglich. Vom ersten Einsatz an („Te decet hymnus“) begeistert Hanna-Elisabeth Müllers schlank phrasierender Sopran, mit hellen Spitzentönen lässt sie das ewige Licht („Lux aeterna“) leuchten. Eva Zaïciks Mezzo-Timbre verströmt kantable Wärme, Tareq Nazmis voluminöser, beweglicher Bass (z.B. „Tuba mirum“) überzeugt auf ganzer Linie. Auch Mauro Peter singt eine solide Tenor-Partie, lediglich kurzzeitig klingt seine Stimme ein wenig gepresst. Auch die Interaktion der Solisten (z.B. „Recordare“) gelingt gut. Bestens aufgelegt ist der von Andreas Herrmann einstudierte Philharmonische Chor München, das zeigt sich etwa im erhaben strahlenden „Sanctus“, den kraftvollen „Quam olim Abrahae“-Einwürfen oder den subtilen Pianissimo-Sphären und Crescendi des „Lacrimosa“.


30./31.10.2021 München Isarphilharmonie

Antonio Vivaldi: Gloria

Dir.: Andrea Marcon

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08.-10.10.2021 München Isarphilharmonie - Eröffnungsfeierlichkeiten

Rodion Shchedrin: Der versiegelte Engel (1. Satz)
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé (2. Suite)

Dir.: Valery Gergiev

Gavin Bryars: Jesus Blood Never Failed Me Yet
Terry Riley: In C

Dir.: Steven Walter & Iñigo Giner Miranda

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