Saison 2013/2014

Do. 26.09.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Fr. 27.09.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Sa. 28.09.2013, 19:00, Philharmonie im Gasteig

Igor Strawinsky
„Le Chant du Rossignol“

Modest Mussorgsky
„Johannisnacht auf dem Kahlen Berge“

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Die erste Walpurgisnacht“ op. 60

Charlotte Hellekant, Mezzosopran
Michael Schade, Tenor
Michael Nagy, Bariton

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Münchner Philharmoniker
Pablo Heras-Casado, Dirigent

Pablo Heras-Casado lässt die Hexen tanzen – auf dem Brocken im Harz und auf dem Kahlen Berg bei Kiew. Denn der spanische Shooting-Star kombiniert in seinem Programm zwei heidnische Rituale: die deutsche Walpurgisnacht, wie sie Felix Mendelssohn in einer großangelegten Ballade auf Verse von Goethe in Musik gesetzt hat, und die russische Johannisnacht, die Modest Mussorgsky den Zündstoff bot für ein Tongemälde von elementarer rhythmischer Wucht und fiebriger Klangphantasie. Erst Igor Strawinsky sollte diese Idee einer urtümlichen und im wahrsten Sinne des Wortes radikalen russischen Musik wieder aufgreifen. Mit einem Märchenstoff ist auch Strawinsky dabei: 1914 brachte er Hans Christian Andersens „Die Nachtigall“ als Oper auf die Bühne und formte drei Jahre später die besten Passagen daraus zu einer Symphonischen Dichtung um.


Do. 17.10.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Sa. 19.10.2013, 19:00, Philharmonie im Gasteig
So. 20.10.2013, 19:00, Philharmonie im Gasteig

Benjamin Britten
„War Requiem“ op. 66

Anna Samuil, Sopran
Toby Spence, Tenor
Hanno Müller-Brachmann, Bassbariton

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Tölzer Knabenchor
Einstudierung: Ralf Ludewig

Münchner Philharmoniker
Lorin Maazel, Dirigent

Bekenntnisse eines Pazifisten. Zur Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry im Mai 1962 schuf Benjamin Britten sein bewegendes „War Requiem“, das er als Protest gegen Krieg und Gewalt, aber auch als Zeichen der Aussöhnung verstand. Britten, der selbst den Militärdienst verweigert hatte, verschränkte darin die Worte der lateinischen Liturgie mit Versen von Wilfred Owen: „Ich bin der Feind, den du getötet hast, mein Freund“, heißt es in einem Gedicht dieses mit nur 25 Jahren verstorbenen Autors, der 1918 auf den „Feldern der Ehre“ gefallen war. Nicht zufällig konzipierte Britten die Solopartien für Sänger aus drei Kriegsnationen: für die russische Sopranistin Galina Wischnewskaja, den englischen Tenor Peter Pears und den deutschen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau. Lorin Maazel folgt mit dieser Aufführung dem historischen Beispiel – und ehrt Benjamin Britten zu dessen 100. Geburtstag.


Mi. 18.12.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Do. 19.12.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Fr. 20.12.2013, 20:00, Philharmonie im Gasteig

Igor Strawinsky
„Symphonies d'instruments à vent“
(Symphonien für Blasinstrumente)

„Les Noces“ („Die Hochzeitsfeier“), Fassung von 1923

„Le Roi des Étoiles“ („Der König der Sterne“),
Kantate für Männerchor und Orchester

„L´Oiseau de Feu“ („Der Feuervogel“)

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Münchner Philharmoniker
Valery Gergiev, Dirigent

Zwischen München und St. Petersburg. 2011/12 sorgte Valery Gergiev im Gasteig mit einem Schostakowitsch-Zyklus für Furore, den die Philharmoniker im Wechselspiel mit dem Mariinskij-Orchester gestalteten. In dieser Saison findet der kulturelle Brückenschlag seine Fortsetzung: mit Igor Strawinsky. Eine Bauernhochzeit, „Les Noces“, feiert Gergiev zur Eröffnung der neuen Reihe: Für vier Klaviere, großbesetztes Schlagwerk und Männerchor hat Strawinsky dieses dionysische Ballett komponiert. In mystische Welten führt die Kantate „Le Roi des Étoiles“, die zeitgleich mit „Le Sacre du Printemps“ entstand, und auch die sanft psalmodierende Bläsersinfonie mag wie eine kultische Zeremonie erscheinen. Unvergleichlich aber sind die opulenten Klangfarben, die Strawinsky in seinem Ballett „Der Feuervogel“ bietet: Es markierte seinen Durchbruch zum internationalen Ruhm.


Di. 31.12.2013, 17:00, Philharmonie im Gasteig
Do. 02.01.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Fr. 03.01.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Münchner Philharmoniker
Lorin Maazel, Dirigent

„Seid umschlungen, Millionen, diesen Kuss der ganzen Welt!“ Einmal im Jahr versammeln sich Musikfreunde rund um den Globus, in unzähligen Silvester- und Neujahrskonzerten, um mit Ludwig van Beethoven und Friedrich Schiller noch einmal den schönen Menschheitstraum von der schrankenlosen Gesellschaft zu träumen, von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Auch wenn der aufklärerische Optimismus der klassischen Epoche und das Urvertrauen, das Beethoven in die moralische Überzeugungskraft der Kunst setzte, längst einem skeptischeren Menschen- und Geschichtsbild gewichen sind, ist die Sehnsucht nach einer besseren Welt noch immer lebendig geblieben – vielleicht, weil wir ohne Glaube und Hoffnung nicht leben könnten? Beethoven setzt seine Vision in eine bewusst eingängige und populäre Melodie, die tatsächlich die Millionen, nein: die Milliarden auf dieser Welt verbindet: „Freude, schöner Götterfunken!“


Do. 06.02.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Fr. 07.02.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig
So. 09.02.2014, 19:00, Philharmonie im Gasteig

Giuseppe Verdi
„Messa da Requiem“

Anja Harteros, Sopran
Daniela Barcellona, Mezzosopran
Wookyung Kim, Tenor
Georg Zeppenfeld, Bass

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Münchner Philharmoniker
Lorin Maazel, Dirigent

Mit der Amtskirche stand Verdi auf Kriegsfuß. Wann immer in seinen Opern Priester auftreten, sind es ausgesprochen unsympathische Figuren, lebensfeindliche Repräsentanten eines rigiden Systems: Man denke nur an den bezeichnenderweise blinden Großinquisitor aus „Don Carlo“. Dass der Skeptiker Verdi dennoch eine Messe komponierte, ist seiner Bewunderung für den Schriftsteller Alessandro Manzoni zu verdanken: „Sie sind ein Heiliger, Don Alessandro“, hatte der Komponist dem Dichter einmal geschrieben und schuf später, Manzoni zum Gedenken, das grandiose Requiem. In keinem anderen Werk klingt der Jüngste Tag furchterregender als in Verdis „Dies irae“ mit seinem Donnerkrachen und Angstgeheul, und nirgendwo wirkt ein „Sanctus“ ausgelassener und heiterer als in dieser Totenmesse. Am Ende aber bleibt nur die Bitte: „Libera me“. Ein zutiefst menschliches Glaubensbekenntnis.


Sonntag, 29. Juni 2014, 17 Uhr
St. Katharina, Wolfegg

Samstag, 5. Juli 2014, 16 Uhr
Bamberg, Dom

Antonín Dvorák (1841-1904)
Stabat Mater op. 58

Simone Schneider, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Yosep Kang, Tenor
N. N., Bass

Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Bamberger Symphoniker
Dirigent: Manfred Honeck


Mi. 09.07.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig
Do. 10.07.2014, 20:00, Philharmonie im Gasteig

Igor Strawinsky
„Feu d´artifice“ op. 4, Fantasie für Orchester

„Agon“, Ballett

„Oedipus Rex“, Opern-Oratorium

Ekaterina Semenchuk, Mezzosopran
Sergey Semiskur, Tenor
Alexander Timtschenko, Tenor
Misha Petrenko, Bass
N. N., Bass
Klaus Maria Brandauer, Sprecher

Männerchor des Philharmonischen Chores München
Einstudierung: Andreas Herrmann

Münchner Philharmoniker
Valery Gergiev, Dirigent

Eine Oper auf Latein: Für dieses Novum der Musikgeschichte sorgte Igor Strawinsky, als er 1927 seinen „Oedipus Rex“ vorlegte, nach den Schicksalstragödien des Sophokles. „Welche Freude bereitet es, Musik in einer Sprache zu schreiben, die seit Jahrhunderten unverändert besteht und fast rituell wirkt“, schwärmte Strawinsky. Damit die Handlung von allen verstanden wird, schuf er die Instanz eines Sprechers, der die Geschehnisse in der jeweiligen Landessprache erzählt: Klaus Maria Brandauer wird diesen Part übernehmen. Strawinsky blieb ohnehin zeitlebens für Überraschungen gut. So auch 1957, als der damals 75-Jährige noch einmal mit einem abstrakten Ballett hervortrat, mit seinem „Agon“, zu Deutsch: „Wettstreit“ – und dabei neoklassizistische Stilmittel gegen die Zwölftontechnik antreten ließ.


Do, 17.07.2014, 19:30 Uhr, Philharmonie im Gasteig
Di, 29.07.2014, 19:30 Uhr, Philharmonie im Gasteig

Massimiliano Murrali, Dirigent

Vincenzo Bellini

"I Puritani" (konzertante Oper)

mit
Diana Damrau, Sopran

Kammerorchester der Münchner Philharmoniker
Philharmonischer Chor München
Einstudierung: Andreas Herrmann

„Diana Damrau singt zum ersten Mal in München Elvira in Bellinis Meisterwerk „I Puritani“.

Die romantische Oper war Vincenzo Bellinis letzter großer Triumph und wurde am 24. Januar 1835 bei ihrer Uraufführung in Paris sagenhaft umjubelt. Die Oper glänzt mit atemberaubenden Koloraturen, einer intensiven Liebes- Geschichte und ist vokales Bravour-Stück für alle großen Sopranistinnen.

Der Konzert- und Künstler-Agentur VITA E VOCE ist es nach Donizettis „Lucia di Lammermoor“ erneut gelungen, Diana Damrau für eine weitere Zusammenarbeit zu gewinnen. Ihre musikalische Präzision, ihre schauspielerische Hingabe und ihr strahlender Sopran sind der Garant für das Münchner Opern-Highlight 2014! Die Rolle der Elvira markiert für jede Sopranistin einen Karrierehöhepunkt und ist eine musikalische, wie gesangliche Herausforderung, die der Sängerin stimmliche Perfektion und Leidenschaft, schauspielerisches Talent und Hingabe in großem Maße abverlangt. Deshalb ist Diana Damrau eine Traumbesetzung für diese Partie!

Die Geschichte spielt in Plymoth während des englischen Bürgerkrieges. Der königstreue Arturo und die Puritaner-Tochter Elvira lieben sich. Als Arturo kurz vor ihrer Hochzeit auf Enrichetta, die Witwe des hingerichteten Königs Karl 1., trifft, rettet er sie, indem er die Königin unter Elviras Hochzeitsschleier als seine Frau ausgibt, um so das Fest verlassen zu können. Elvira deutet Arturos verschwinden als Treuebruch, verliert den Verstand und irrt durch die Festung. Erst als die Königin in Sicherheit ist und Arturo zurückkehrt, kann er Elvira von seiner Treue überzeugen...

Die Günzburgerin Diana Damrau gehört zu den gefragtesten Künstlerinnen des internationalen Musiklebens und wird von der Presse als „Kultfigur unserer Zeit“ und „weltbeste Sopranistin“ gefeiert. Sie ist ständiger Gast auf den wichtigsten Opernbühnen und Konzertpodien der Opernwelt. Zur Spielzeiteröffnung 2013/14 hat Diana Damrau an der Mailänder Scala Verdis Violetta (La Traviata) verkörpert. In dieser Partie wird sie auch in Paris (April) und am Royal Opera House Covent Garden (Juni) zu hören sein. Am Gran Teatro del Liceu in Barcelona hat die Sopranistin als Amina in Bellinis La Sonnambula ihr Rollendebut geben und die Partie auch an der Met gesungen. Wichtige Engagements der letzten beiden Spielzeiten umfassen unter anderem Elvira (I Puritani) am Gran Théatre de Genéve, Lucia (Lucia di Lammermoor) im Rahmen eines Met-Gastspiels in Japan und und Donna Anna (Don Giovanni) im Festspielhaus Baden Baden.

Ihr kongenialer Partner in der Rolle des Arturo ist der weltweit gefragte Tenor Arturo Chacón-Cruz, der 2001 von Placido Domingo entdeckt und gefördert wurde. Der Mexikanische Tenor wird, ebenso wie Diana Damrau, von den Medien frenetisch gefeiert: „...Arturo Chacon-Cruz als Rodolfo mit strahlenden Höhen, mit virilem Timbre und risikofreudiger Attacke, man fühlt sich frappierend an die Stimme und die vokale Angriffslust des jungen Franco Corelli erinnert!“ (Die Presse, Wien). Anerkennung erfährt Arturo Chacon-Cruz auch für Alfredo (La Traviata) oder Romeo (Roméo et Juliette), die er ebenso berührend wie virtuos verkörpert. Mit der Partie des Arturo (I Puritani) wird der Ausnahme-Tenor in der Münchner Philharmonie sein Rollendebüt geben, das er mit seinem einmaligen Timbre, seiner ausgereiften Technik und seiner Spielfreude zu einem Ereignis der Extra-Klasse gestalten wird.