Neuigkeiten


14. Dezember 2018

Etwas Außergewöhnliches

Aus der Rezension des "Fränkischen Tages" zu den Konzerten der Bamberger Symphoniker mit dem Philharmonischen Chor München vom 1. und 2. Dezember 2018 in der Bamberger Konzerthalle:

(...) "Und dann kam etwas Außergewöhnliches: Niels Wilhelm Gades „Elverskud“ („Erlkönigs Tochter“), eine Ballade nach dänischen Volkssagen für Soli, Chor und Orchester op. 30. Auch wenn dieses Werk nach seiner Uraufführung 1854 in Kopenhagen sehr schnell rund um die Welt ging, gehört es heute zu den Raritäten auf den Programmzetteln. Das liegt zum einen sicher daran, dass man erst einmal einen Chor und drei Solisten finden muss, die diese Ballade drauf haben. Man muss aber auch sagen, dass Michael Schonwandt ein Team zur Verfügung hatte, das seinen Stimmungszauber wunderbar umsetzen konnte. Der Philharmonische Chor München in der Einstudierung von Andreas Herrmann (Bild - credit Dora Drexel) sang seinen Part des Erzählers, Kommentators, Warners außerordentlich präsent und zupackend, mit großer Konturenschärfe und deutlicher Artikulation." (...)

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14. Dezember 2018

Freude, schöner Götterfunken

Zum Jahresende spielen die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Fabio Luisi (Bild: credit BALU Photography) die Neunte Symphonie von Ludwig van Beethoven. Neben dem Philharmonischen Chor München in der Einstudierung von Andreas Herrmann singen in den Aufführungen am Sonntag, den 30.12. um 11 Uhr und an Silvester, Montag, den 31.12. um 17 Uhr ELSA DREISIG, Sopran, EKATERINA GUBANOVA, Mezzosopran, BURKHARD FRITZ, Tenor und MICHAEL VOLLE, Bass.

Mit ihrer humanitären Botschaft "alle Menschen werden Brüder" aus Schillers "Ode an die Freude" ist Beethovens zwischen 1822 und 1824 entstandene 9. Symphonie ein Werk, das besonders häufig bei repräsentativen und öffentlichen Anlässen wie Staatsfeierlichkeiten oder auch zur Feier des Jahreswechsels aufgeführt wird. Doch hinter der populären Eingängigkeit, die das simple, diatonische Freudenmotiv des letzten Satzes vermittelt, steht ein äußerst komplexes Kunstwerk, um dessen Gestalt Beethoven lange gerungen hat. So entstand die 9. Symphonie nicht aus einem Guss, sondern setzte sich aus mehreren Projekten zusammen: bereits 1812 existierten Pläne zu einer d-Moll-Symphonie sowie einer Vertonung von Schillers Ode, ab 1815 erwog Beethoven eine h-Moll-Symphonie und ab 1817/18 sind erste Überlegungen zum Einbezug eines Chores in eine Symphonie belegbar. Dieser Einbezug des vokalen Elements wirkte sich auf die Gesamtkonzeption der Symphonie aus: Das Problem der Anbindung des vokalen Schlusssatzes löste Beethoven schließlich durch mannigfaltige motivische Rückbezüge auf die vorangegangenen Sätze und ein Rezitativ, das die Bedeutung von Schillers Ode explizit vergegenwärtigt. Das Neue an dieser Symphonie, die das kompositorische Schaffen von Wagner, Bruckner und Mahler wesentlich beeinflusste, ist weniger ihre Vergrößerung der symphonischen Dimensionen, als ihre Idee der "Vielfalt in der Einheit", die sich im alles Vorherige synthetisierenden Finale manifestiert. Damit werden Schillers am Ende erklingenden Worte "Seid umschlungen Millionen" zum Symbol der kompositionstechnischen wie philosophischen Grundidee des Werkes.

29. November 2018

Philharmonische Welten - Die Kinoreihe zum Jubiläum der Münchner Philharmoniker

125 Jahre Grosses Hören - Die Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek ermöglicht in ihrer Filmreihe einen Blick hinter die Kulissen der berühmten Nachbarn: Dokumentarfilme, Werkstattgespräche, Probenarbeit, Konzertmitschnitte, Tourneen, Dirigenten der Münchner Philharmoniker wie Valery Gergiev, Sergiu Celibidache, Lorin Maazel, Friedrich Gulda.

Am Montag, den 17. Dezember um 19.00 Uhr können Sie "Celibidache in St. Florian" sehen:
Bruckner Messe f-moll. Ein Film von Jan Schmidt- Garre. Mit Sergiu Celibidache, Margaret Price, Doris Soffel, Peter Straka, Matthias Hölle, Hans Sotin. Aus der Werkstatt der Münchner Philharmoniker: Sergiu Celibidache bei der Probenarbeit mit den Solisten, den Münchner Philharmonikern und dem Philharmonischen Chor München. (Deutschland 2013, 60 Minuten)

nähere Infos ...

11. Oktober 2018

Live in BR-Klassik (Update 16.10.2018)

Das Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev am kommenden Samstag, den 13.10.2018, mit Igor Strawinskys "Psalmensymphonie" und Gustav Mahlers 8. Symphonie, der "Symphonie der Tausend" wird ab 19.05 Uhr live auf BR-Klassik übertragen.

Sie können es auf dieser Seite des Bayerischen Rundfunks nachhören ...

Informationen zur Rundfunksendung finden Sie hier ...

Das Programmheft können Sie hier herunterladen ...

Münchner Philharmoniker CD-Box zum 125-jährigen Jubiläum

06. Oktober 2018

Sonder CD-Box zum Jubiläum

Zum 125-jährigen Bestehen veröffentlichen die Münchner Philharmoniker eine CD-Box (ab 12. Oktober erhältlich), auf der auch zahlreiche Chorwerke mit dem Philharmonischen Chor München zu hören sind.

Nähere Informationen finden sie hier ...

01. Oktober 2018

Valery Gergiev über die Schulter geschaut

Chefsache - am Donnerstag, den 11. Oktober um 18 Uhr können Sie unseren Chefdirigenten Valery Gergiev bei der Probenarbeit mit den Münchner Philharmonikern und uns erleben. Auf dem Programm steht Gustav Mahlers 8. Symphonie, die »Symphonie der Tausend«.

Karten und mehr Informationen gibt es hier.

15. September 2018

Neuerscheinung

Seit gestern gibt es wieder eine Neuerscheinung mit dem Philharmonischen Chor München beim MPhil-Label:

Eine interessante historische Aufnahme (21. September 1987) der wunderschönen "Daphnis und Chloé"-Suiten von Maurice Ravel in der Einstudierung von Josef Schmidhuber unter der Leitung von Sergiu Celibidache erhalten Sie hier ...

28. Juli 2018

Zum 125. Jubiläum der Münchner Philharmoniker ...

findet am 13. und 14. Oktober 2018 das 360-Grad-Festival der Münchner Philharmoniker statt.

Das große Festkonzert am Samstag, 13. Oktober 2018 unter Valery Gergiev huldigt einem der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte der Münchner Philharmoniker: der Uraufführung der 8. Symphonie, der »Symphonie der Tausend«, unter der Leitung des Komponisten Gustav Mahler selbst.

Für dieses Konzert und die anderen Konzerte des Festivals, bei denen auch der Philharmonische Chor mitwirkt (Programminfos hier), erhalten sie hier Karten ...

Wolfegg GP Elias 2016

25. Juni 2018

Internationale Konzerte Wolfegg 2018

Beim Abschlusskonzert der Internationale Konzerten Wolfegg 2018 wird der Philharmonische Chor München in der Einstudierung von Andreas Herrmann gemeinsam mit dem "Orchestra dell’Accademia Teatro alla Scala" unter dem Dirigat des Festivalleiters Manfred Honeck am Sonntag, den 1.7.2018, um 17 Uhr ein sakrales italienisches Programm gestalten.

Zu hören sind unter anderem das berühmte "Miserere" von Gregorio Allegri (1582-1652), das bis 1870 für 250 Jahre fester Bestandteil der Liturgie der Trauermetten der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle war und dort als erster Psalm der "Laudes" gesungen wurde. Außerdem das "Requiem c-moll" für Chor und Orchester von Luigi Cherubini (1760-1842), den Ludwig van Beethoven als einen der größten dramatischen Komponisten seiner Zeit betrachtete und schätzte, sowie die "Laudi alla vergine Maria", ein A-cappella-Chor für hohe Stimmen aus Giuseppe Verdis Spätwerk "Quattro pezzi sacri", komponiert 1887–1888, zwischen "Otello" und "Falstaff".

Solisten sind
Dora Drexel, Sopran
Eva Prockl, Sopran
Birgit Rolla, Mezzosopran
Anselm Sibig, Tenor
Matthias Privler, Bass

Weitere Infos und Kartenbestellung hier ...

FRANÇOIS-XAVIER ROTHhttps://mphil.muenchenticket.net/online/index.php3?wes=empty_session_36&language=1&performanceid=173698

17. Juni 2018

Der wunderbare Mandarin und mehr

In der kommenden Woche steht in drei Konzerten in der Gasteig-Philharmonie unter der Leitung von FRANÇOIS-XAVIER ROTH (Bild) bei den Münchner Philharmonikern ein sehr farbiges Programm an: Zunächst Maurice Ravels "Alborada del gracioso", dann Edward Elgars Cellokonzert op. 85, e-moll, mit Alisa Weilerstein als Solistin, - und zuletzt Bela Bartóks Pantomime "Der wunderbare Mandarin" in der selten zu hörenden Urfassung mit gemischtem Chor (Einstudierung: Andreas Herrmann).

Für nähere Infos dazu können Sie hier das Programmheft herunterladen ...

Wir würden uns freuen, Sie am 20./21. oder 22. Juni (Mi/Do oder Fr) um 20 Uhr begrüßen zu dürfen.

Eine Aufzeichnung der Konzertserie durch den Bayerischen Rundfunk wird am Samstag, 29. September 2018, um 20.05 Uhr auf BR KLASSIK gesendet.

Im Festspielhaus Baden-Baden am 18. Mai 2018 nach der Aufführung des "Fliegenden Holländers" von Richard Wagner im Eröffnungskonzert der Pfingstfestspiele

20. Mai 2018
Überwältigendes Presseecho

Online Merker vom 19.5.2018 https://onlinemerker.com/baden-baden-festspielhaus-der-fliegende-hollaender-kunzertant/

Ein betörendes Fest der Klangfarben. Vor allem die wilde Chromatik feierte dann später bei den Chor-Szenen wahre Triumphe. Da flossen Singstimmen und Orchester ganz zusammen, gingen im ungeheuren Brausen des Meeres unter und tauchten dann plötzlich wieder mit ungebändigter Strahlkraft auf. Im Englischhorn meldete sich zart die sphärenhafte Verheißung der Erlösungsmelodie. In wilder Leidenschaft tobte bei dieser gelungenen Aufführung immer wieder der ohrenbetäubende Sturm los, riss die fulminante Sängermannschaft gleichsam mit, ließ den Solisten kaum eine Atempause. Das war ein begeisterndes rhythmisches Pulsieren, das die Vision des gespenstisch vorbeigleitenden Schiffes in sich aufnahm und verinnerlichte.
(...) Und die Oboe berschrieb Sentas Vorzüge bis zum „Mitleids-Motiv“ mit bewegender Emphase. Hier leitete auch die Musik des Matrosenchors zum anmutigen Lied der Spinnerinnen über, wobei sich der Philharmonische Chor München unter der subtilen Einstudierung von Andreas Herrmann weiter profilieren konnte.
(...) Exzellent gelang Gergiev mit dem Ensemble auch der dritte Aufzug mit der Bewährungsprobe von Sentas Treue. Die naturwüchsige Schilderung seemännischen Lebens trat dabei immer deutlicher hervor, Flammen waren an den Masten zu spüren – und ein kräftiger Rhythmus brauste durch die Segel. Und der Geisterchor wirkte daraufhin umso unheimlicher. Man begriff, dass Richard Wagner mit dem Fliegenden Holländer natürlich sich selbst meinte. Ovationen des Publikums belohnten diese von starkem innerem Feuer getragene Festspielaufführung.

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19. Mai 2018

Vorschau auf die Saison 2018/2019

Die Münchner Philharmoniker haben diese Woche ihr Programm für die Saison 2018/2019 veröffentlicht. Ein Höhepunkt wird die Aufführung der VIII. Symphonie von Mahler, der "Symphonie der Tausend" in der Münchner Gasteig-Philharmonie und in der Philharmonie de Paris unter der Leitung von Valerie Gergiev sein. Der Philharmonische Chor München gestaltet darüber hinaus zahlreiche weitere Konzertprogramme mit, darunter zu Silvester 18/19 die "Neunte Beethoven" "Ode an die Freude" unter der Leitung von Fabio Luisi, im Februar 2019 Mozarts c-moll-Messe unter Andrew Manze. Im März 2019 dirigiert Barbara Hannigan neben Mozarts "Requiem-Fragment" Arnold Schönbergs "Friede auf Erden" und im Mai 2019 eine konzertante Aufführung von Igor Strawinskys Oper "The Rake`s Progress". Ende Juni 2019 steht "Die Schöpfung" von Joseph Haydn unter der Leitung von Zubin Mehta auf dem Programm. Alle Einstudierungen der neuen Saison nimmt Andreas Herrmann (Bild by Dora Drexel) vor.

14. Mai 2018

Der "Fliegende Holländer"

von Richard Wagner wird diese Woche von den Münchner Philharmonikern gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor München (Einstudierung: Andreas Herrmann) und hervorragenden Gesangs-Solisten unter der Leitung von Valery Gergiev konzertant aufgeführt.

Nähere Informationen zu den Konzerten in der Münchner Gasteig-Philharmonie und bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden im Festspielhaus Baden-Baden erhalten Sie hier und im Programmheft

15. April 2018

Presseecho - "Paradiesisch" (MM)

Die Aufführungen des "Stabat Mater" von Antonín Dvorak im Gasteig unter der Leitung von Manfred Honeck (Bild oben von der abschließenden Matinee am 15. April) waren ein großer Erfolg. "Paradiesisch" titelt der Münchner Merkur. Die Süddeutsche Zeitung hebt die eindringliche Stimmung hervor: "Ganz leise, ja beinahe durchscheinend beginnt Antonín Dvořáks mächtige Marienverehrung "Stabat Mater" in der Philharmonie. Schlank mischen sich die Holzbläser durcheinander, trotz der Pauken. Als unheilvolle raunende Masse schmiegt sich der Chor schimmernd in diese Musik, nicht dramatisch, eher flüsternd betroffen und bewegend." Und die Abendzeitung schreibt zum Chor: "Wie aber der Philharmonische Chor München in der Einstudierung von Andreas Herrmann die lateinische Sprache mit nachdrücklichem Ernst deklamiert, wie die Soprane selbst in der Höhe noch locker bleiben und die aufschreiartigen Tutti vollkommen ausgewogen die Philharmonie erzittern lassen: Das ist schlichtweg große Kunst."

Lustenau GP

30. März 2018

TV Bericht im ORF - Begeistertes Presseecho

Das Österreichische Fernsehen hat einen Bericht zu den Proben (Bild links) zu unserem Konzert mit der Motette „Totus Tuus“ von Henyk Mikolai Gorecki und dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart unter Manfred Honeck gestern in Lustenau/Österreich online gestellt: http://tvthek.orf.at/profile/Vorarlberg-heute/70024/Vorarlberg-heute/13971731/Mozart-Requiem-in-Lustenau/14275990

In der Österreichischen Presse war heute zu lesen:
Heuer hat Manfred Honeck erstmals mit dem Philharmonischen Chor München einen Volltreffer gelandet, der als einer der führenden Profi-Konzertchöre Deutschlands alles in den Schatten stellt, was man hier bisher an vokaler Strahlkraft, Klangkultur und Präzision (Chorfuge im „Kyrie“) vernommen hat.
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Manfred Honeck

11. März 2018

Mozart-Requiem mit Manfred Honeck

Diese Woche beginnen unter Leitung unseres Chordirektors Andreas Herrmann die Proben am Mozart-Requiem und an der A-cappella-Motette "Totuts Tuus" des polnischen Komponisten Henryk Mikolai Gorecki. Unsere erste Konzertreise dieses Jahr führt uns dann am 27./28. März nach Lustenau/Österreich. Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Vorarlberg und den Solisten Sunhae Im, Nina Maria Edelmann, David Fischer, Paul Armin Edelmann und Hanno Dreher musizieren wir unter der Leitung von Manfred Honeck, mit dem uns mittlerweile eine jahrelange enge musikalische Zusammenarbeit verbindet.

Wir freuen uns für ihn, dass er bei den International Classical Music Awards 2018 als "ARTIST OF THE YEAR" ausgezeichnet wurde. Mehr Infos dazu finden Sie auf der ICMA Homepage, sowie hier und hier. Außerdem gab es für Manfred Honeck bei der diesjährigen Verleihung am 28.1.2018 zwei Grammys

Wenn Sie Gelegenheit haben, am 28. März 2018 um 21 Uhr nach Lustenau zu kommen, hier Infos und Karten zu dieser Veranstaltung.

08. März 2018

Neue Programme im Sommer

Interessante zusätzliche Programme warten diesen Sommer 2018 auf uns: Neben dem bisher geplanten "Stabat Mater" von Antonín Dvorak und Richard Wagners konzertantem "Der fliegende Holländer" nun auch Béla Bartóks "Der wunderbare Mandarin", Gregorio Allegris "Miserere", Giuseppe Verdis "Laudi alla vergine Maria" und Luigi Cherubinis "Requiem". Große Chormusik aus unterschiedlichsten Epochen der Musikgeschichte. (im Bild: Chordirektor Andreas Herrmann - Foto credit Dora Drexel)

21. Februar 2018

Valery Gergiev

bleibt bis 2025 in München.

Die Stadt München und die Münchner Philharmoniker haben heute verkündet, dass der Vertrag mit Chefdirigent Valery Gergiev (Foto: gemeinsam mit OB Reiter, Kulturreferent Küppers und Intendant Müller - credit LHM/Nagy) um fünf Jahre bis 2025 verlängert wird. Wir als Chor der Münchner Philharmoniker freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm, als nächstes für konzertante Aufführungen mit Richard Wagners "Der fliegende Holländer" in München und Baden-Baden im Mai 2018.

19. Februar 2018

Kent Nagano dirigiert die 3. Mahler

Am 2., 4. und 5. März dirigiert Kent Nagano in der Münchner Philharmonie die Münchner Philharmoniker, den Frauenchor des Philharmonischen Chores München (Bild credit wild&leise - Einstudierung: Andreas Herrmann), die Augsburger Domsingknaben (Einstudierung: Reinhard Kammler) und die Altistin Elisabeth Kulmann. Auf dem Programm steht Gustav Mahlers Symphonie Nr.3 in d-moll, von der der Komponist selbst schrieb: "Meine Symphonie wird etwas sein, was die Welt noch nicht gehört hat!" Und in der Tat ist diese Symphonie bis heute eine ungeheure Herausforderung für das monumentale Orchester - und auch die Hörer. Denn Mahlers Anspruch, "das Universum zu spiegeln", zeigt sich nicht allein in einer äußerst komplexen und gewaltigen Tonsprache, die mittels Collage- und Zitat-Techniken Militärmärsche, Ballsaalmusik, Naturlaute, Kinderlieder oder Blaskapellenklänge ineinander verschachtelt und überlagert, sondern auch in ihrem philosophisch-weltanschaulichen Hintergrund. Wie in fast allen seinen Symphonien, stellt Mahler auch in seiner Dritten die für ihn "höchsten Menschheitsfragen: Wozu sind wir? Und: Werden wir sein auch über dieses Leben hinaus?". Ob und wie man mit Mitteln der Sprache, Mahlers Antworten, die er auf diese Fragen musikalisch gibt, nahe kommen kann, wurde gerade im Fall der dritten Symphonie immer wieder zum Anlass von Diskussionen. Mahler selbst nimmt nicht nur Anleihen bei der Sprache, indem er Passagen aus Nietzsches "Zarathustra" (4. Satz) und der Gedichtsammlung "Aus des Knaben Wunderhorn" (5. Satz) vertont, sondern die Symphonie mittels poetischer Satzerläuterungen strukturiert. Hierbei bildet die Natur den Schwerpunkt der ideellen Konzeption. Die mehrfach geänderten Satzbezeichnungen wie "Was mir die Blumen erzählen", "Was mir die Tiere im Walde erzählen" oder "Was mir die Engel erzählen" entfernte Mahler allerdings später wieder. So bleibt doch nur, auf die unglaublich vielfältige Musik zu hören und darin die von Mahler intendierte "Überwindung der Individuation" mittels des Humors, mittels des Lachens von "Zarathustra" und Gottes allwissender Heiterkeit zu entdecken.

01. Februar 2018

Fasching mit Blechschaden

Es war wieder so weit - und ein Riesenerfolg, nach zwei Jahren standen wieder gemeinsam auf der Bühne der Gasteig-Philharmonie: Bob Ross mit Blechschaden und der Philharmonischen Chor München mit Andreas Herrmann (Bild).

Blechschaden, das ist neben seinem Bier und Bayern München ein weiterer Top-Exportartikel Bayerns! Das Ensemble, auch als „Fremdenlegion der Münchner Philharmoniker“ bekannt, garantiert Musik und Spaß ohne Reue, ausverkaufte Konzertsäle und begeisterte Zuschauer, die sich noch lange nach dem Konzert vor Lachen die Bäuche halten! Unterstützt wurde Blechschaden diesmal vom Philharmonischen Chor München, der die Stimmen zur Stimmung liefert und sozusagen auf der Lokomotive des Karnevalszugs noch mal eine Schippe drauflegte.

Hits von Händel bis zu den Beatles, von Johann Strauss bis zu den Rolling Stones, a cappella und mit Blechbläsern, fegten die Leute von den Sitzen, - bei "Kalinka, Kalinka, der Gergiev ist da", "Mer losse d`r Dom in Kölle und "I can't get no satisfaction" gab es kein Halten mehr.

Fasching Blechschaden