Saison 2017/2018

Donnerstag, 07_12_2017 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Freitag, 08_12_2017 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Samstag, 09_12_2017 19 Uhr | Philharmonie im Gasteig

JOHANN SEBASTIAN BACH

"Weihnachtsoratorium" BWV 248 Kantaten I-IV

CHRISTINA LANDSHAMER, Sopran
WIEBKE LEHMKUHL, Alt
TILMAN LICHDI, Tenor
MICHAEL VOLLE, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
TON KOOPMAN, Dirigent

Sechs Kantaten, geschrieben für die Feiertage vom 1. Weihnachtstag 1734 bis zum Dreikönigstag 1735, bilden zusammen das „Weihnachtsoratorium“. War zu Zeiten Bachs eine Aufführung der einzelnen Teile in sechs Gottesdiensten des Weihnachtsfestkreises vorgesehen, werden heute meist ausgewählte Teile aufgeführt. Bach verwendet im Weihnachts-Oratorium dieselben musikalisch-dramatischen Formen wie in seinen oratorischen Passionen (Matthäus- und Johannes-Passion) und Oratorien (Himmelfahrts-Oratorium und Oster-Oratorium), legt den Schwerpunkt aber auf das Lyrische und Kontemplative. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen.


Montag, 18_12_2017 11 Uhr | Katholische Akademie Bayern

Musikalische Umrahmung der Veranstaltung zur Verleihung des "Ökumenischen Preises bei der Katholischen Akademie in Bayern aus der Stiftung Wilhelm und Antonie Gierlichs"

György Ligeti: Reggel
Claude Debussy: Yver, vous n'estes qu'un villain
Carl Orff / Claudio Monteverdi: Preist diesen Tag der Freude
Hugo Distler: Vorspruch
Jonathan Rathborne: Gabriel’s Message

ANNA KARMASIN, Sopran
BIRGIT ROLLA, Alt
MOONYUNG OH, Tenor
MICHAEL MANTAJ, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
DIRIGENT: ANDREAS HERRMANN

Der Phiharmonische Chor unter der Leitung von Chordirektor Andreas Herrmann mit A Cappella Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.


Dienstag, 19_12_2017 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Mittwoch, 20_12_2017 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig

RODION SHCHEDRIN

"The Enchanted Wanderer" - Konzert-Oper für Mezzosopran, Tenor, Bass, Chor und Orchester

KRISTINA KAPUSTINSKAYA, Mezzosopran
ANDREI POPOV, Tenor
SERGEJ ALEXSASHKIN, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
VALERY GERGIEV, Dirigent

Rodion Shchedrins Konzertoper „The enchanted wanderer“, uraufgeführt am 19. Dezember 2002 in New York, hat sich rasch einen festen Platz im Musikleben erobert. Tiefe slawische Empfindung und packende Virtuosität zeichnen das Stück wie viele weitere Kompositionen Shchedrins aus. Auch wenn er längst zu einem Weltbürger geworden ist, bleibt der in Moskau Geborene doch ein originär russischer Komponist, dessen Bindung zur Musikfolklore und Dichtung seiner Heimat nie abgebrochen ist. Der Text dieser "Oper für die Konzertbühne" basiert auf einer Legende des großen russischen Erzählers Nikolai S. Leskov und erzählt von einem verzauberten Pilger. Drei Gesangssolisten, großer Chor und Orchester schildern das dramatische Geschehen in farbenreichen musikalischen Bildern.


Samstag, 30_12_2017 19 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Sonntag, 31_12_2017 17 Uhr | Philharmonie im Gasteig

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

SIMONA ŠATUROVÁ, Sopran
KATHARINA MAGIERA, Alt
MAXIMILIAN SCHMITT, Tenor
GEORG ZEPPENFELD, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
KRZYSZTOF URBAŃSKI, Dirigent

Mit ihrer humanitären Botschaft "alle Menschen werden Brüder" aus Schillers "Ode an die Freude" ist Beethovens zwischen 1822 und 1824 entstandene 9. Symphonie ein Werk, das besonders häufig bei repräsentativen und öffentlichen Anlässen wie Staatsfeierlichkeiten oder auch zur Feier des Jahreswechsels aufgeführt wird. Doch hinter der populären Eingängigkeit, die das simple, diatonische Freudenmotiv des letzten Satzes vermittelt, steht ein äußerst komplexes Kunstwerk, um dessen Gestalt Beethoven lange gerungen hat. So entstand die 9. Symphonie nicht aus einem Guss, sondern setzte sich aus mehreren Projekten zusammen: bereits 1812 existierten Pläne zu einer d-Moll-Symphonie sowie einer Vertonung von Schillers Ode, ab 1815 erwog Beethoven eine h-Moll-Symphonie und ab 1817/18 sind erste Überlegungen zum Einbezug eines Chores in eine Symphonie belegbar. Dieser Einbezug des vokalen Elements wirkte sich auf die Gesamtkonzeption der Symphonie aus: Das Problem der Anbindung des vokalen Schlusssatzes löste Beethoven schließlich durch mannigfaltige motivische Rückbezüge auf die vorangegangenen Sätze und ein Rezitativ, das die Bedeutung von Schillers Ode explizit vergegenwärtigt. Das Neue an dieser Symphonie, die das kompositorische Schaffen von Wagner, Bruckner und Mahler wesentlich beeinflusste, ist weniger ihre Vergrößerung der symphonischen Dimensionen, als ihre Idee der "Vielfalt in der Einheit", die sich im alles Vorherige synthetisierenden Finale manifestiert. Damit werden Schillers am Ende erklingenden Worte "Seid umschlungen Millionen" zum Symbol der kompositionstechnischen wie philosophischen Grundidee des Werkes.


Mittwoch, 31_01_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig

Fasching mit Blechschaden und Bob Ross

BLECHSCHADEN
PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

BOB ROSS, Dirigent

Blechschaden, das ist neben seinem Bier und Bayern München ein weiterer Top-Exportartikel Bayerns! Das Ensemble, auch als „Fremdenlegion der Münchner Philharmoniker“ bekannt garantiert Musik und Spaß ohne Reue, ausverkaufte Konzertsäle und begeisterte Zuschauer, die sich noch lange nach dem Konzert vor Lachen die Bäuche halten!

Was läge da näher, als das „lustige Dutzend“ (elf Blechbläser, ein Schlagzeuger, sechs verschiedene Nationalitäten) im Fasching mal so richtig auf das Publikum „loszulassen“? Und wer hat’s erfunden? Natürlich die „Humor-Blüte der schottischen Highlands“, Erfinder, Dirigent, Entertainer, Moderator und Spezialist für Schottenwitze: Bob Ross. Er selbst wie auch seine Blechschaden-Kollegen sind allesamt Vollblutmusiker und dennoch zu jeder amüsanten musikalischen Schandtat bereit. Was sie auf die Bühne bringen, ist hochklassig, von unnachahmlicher Perfektion aber vor allem: höchst unterhaltsam. So verbinden sie Jazz und Klassik, Elitäres und Populäres, humorvolle Show und große Spielkultur zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Blechschaden: das ist die Mischung aus Night of the Proms, Wiener Neujahrskonzert, feinem Humor wie von Loriot bekannt und purem Schabernack à la Dieter Hallervorden.

Diese einmalige Kombination aus absoluter musikalischer Professionalität und der Begabung, das Publikum garantiert zum Lachen zu bringen und auf das Beste zu unterhalten, beschrieb der Münchner Merkur treffend so: „Blechschaden bedeutet die perfekte Aufhebung aller Grenzen zwischen E- und U-Musik“ und die Neue Westfälische Zeitung zog das Resümee: „'We are the Champions' klingt es sinfonisch kompakt durch den Raum – ja fürwahr, das sind sie, und die Zugaben von 'Rocky' bis zu einem knackigen irischen Rundtanz sind ebenfalls vom Feinsten – kein Wunder, dass sie schon zweimal den ‚Echo-Klassik‘ gewannen.“

Um dem Thema „Fasching“ auch optisch Tribut zu zollen, bleibt der Frack für dieses Konzert im Schrank, der Kummerbund verkümmert daneben und stattdessen wirft sich Blechschaden in angemessen bunte Schalen. Und so vielfarbig, wie die Truppe auf die Bühne marschiert, ist auch das Programm, das sie bei ihrem Faschingsevent präsentiert: Von „Klassik, einmal ganz anders“ (Beispiel-Titel 1) über rockige Kracher „in Blech“ (Beispiel-Titel 2) bis hin zu poppigen „Stimmungsaufhellern“ (Beispiel-Titel 3) darf im musikalischen „Karnevalszug“, alles mit, was musikalisch top ist und dennoch für Amüsement sorgt. Unterstützt wird Blechschaden dabei vom Philharmonischen Chor München, der die Stimmen zur Stimmung liefert und sozusagen auf der Lokomotive des Karnevalszugs noch mal eine Schippe drauflegt.

Doch genug der trockenen Worte – lassen Sie sich von Blechschaden entführen, mitten hinein ins bunte Faschingstreiben bei einem musikalischen Live-Erlebnis der unvergesslich unterhaltsamen Art!


Freitag, 02_03_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Sonntag, 04_03_2018 19 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Montag, 05_03_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig

GUSTAV MAHLER

Symphonie Nr. 3 d-Moll

ELISABETH KULMAN, Alt

AUGSBURGER DOMSINGKNABEN
Einstudierung: REINHARD KAMMLER

FRAUENCHOR DES PHILHARMONISCHEN CHORES MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
KENT NAGANO, Dirigent

"Meine Symphonie wird etwas sein, was die Welt noch nicht gehört hat!" schrieb Gustav Mahler im Juli 1896 kurz vor Abschluss seiner 3. Symphonie. Und in der Tat ist diese Symphonie bis heute eine ungeheure Herausforderung für das monumentale Orchester - und auch die Hörer. Denn Mahlers Anspruch, "das Universum zu spiegeln", zeigt sich nicht allein in einer äußerst komplexen und gewaltigen Tonsprache, die mittels Collage- und Zitat-Techniken Militärmärsche, Ballsaalmusik, Naturlaute, Kinderlieder oder Blaskapellenklänge ineinander verschachtelt und überlagert, sondern auch in ihrem philosophisch-weltanschaulichen Hintergrund. Wie in fast allen seinen Symphonien, stellt Mahler auch in seiner Dritten die für ihn "höchsten Menschheitsfragen: Wozu sind wir? Und: Werden wir sein auch über dieses Leben hinaus?". Ob und wie man mit Mitteln der Sprache, Mahlers Antworten, die er auf diese Fragen musikalisch gibt, nahe kommen kann, wurde gerade im Fall der dritten Symphonie immer wieder zum Anlass von Diskussionen. Mahler selbst nimmt nicht nur Anleihen bei der Sprache, indem er Passagen aus Nietzsches "Zarathustra" (4. Satz) und der Gedichtsammlung "Aus des Knaben Wunderhorn" (5. Satz) vertont, sondern die Symphonie mittels poetischer Satzerläuterungen strukturiert. Hierbei bildet die Natur den Schwerpunkt der ideellen Konzeption. Die mehrfach geänderten Satzbezeichnungen wie "Was mir die Blumen erzählen", "Was mir die Tiere im Walde erzählen" oder "Was mir die Engel erzählen" entfernte Mahler allerdings später wieder. So bleibt doch nur, auf die unglaublich vielfältige Musik zu hören und darin die von Mahler intendierte "Überwindung der Individuation" mittels des Humors, mittels des Lachens von "Zarathustra" und Gottes allwissender Heiterkeit zu entdecken.


Mittwoch, 28_03_2018, 21 Uhr | Erlöserkirche Lustenau, Vorarlberg/Österreich

Gottesdienst "100 Jahre Ende Erster Weltkrieg""

Henryk Mikolai Gorecki: Totus Tuus
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem
Wolfgang Amadeus Mozart: Ave verum corpus

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN (Einstudierung: Andreas Herrmann)
SINFONIEORCHESTER VORARLBERG
DIRIGENT: MANFRED HONECK


Donnerstag, 12_04_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Freitag, 13_04_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Sonntag, 15_04_2018 11 Uhr | Philharmonie im Gasteig

ANTONÍN DVOŘÁK

"Stabat mater" für Soli, Chor und Orchester op. 58

HANNA-ELISABETH MÜLLER, Sopran
WIEBKE LEHMKUHL, Alt
STEPHEN COSTELLO, Tenor
CHRISTOF FISCHESSER, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
MANFRED HONECK, Dirigent

Antonín Dvoráks eindrucksvolles "Stabat Mater" für Soli, Chor und Orchester ist wohl das bekannteste unter den geistlichen Werken des Komponisten. Die eigene schmerzvolle Erfahrung, innerhalb kurzer Zeit alle drei Kinder zu verlieren, dürften Dvoráks Beschäftigung mit dem Leid der Gottesmutter, die weinend unter dem Kreuz ihres Sohnes steht, mit veranlasst haben. Mit großer Sensibilität geht die Musik auf die unterschiedlichen Stimmungsgehalte des liturgischen Textes ein. Neun Sätze im langsamen bis gemäßigten Tempo dienen als eine Art Passionsmeditation, ehe am Ende des zehnten Satzes die Ekstase einer Auferstehungsvision Oberhand gewinnt.


Dienstag, 15_05_2018 20 Uhr | Philharmonie im Gasteig
Freitag, 18_05_2018 20 Uhr | Festspielhaus Baden-Baden

RICHARD WAGNER

"Der fliegende Holländer", konzertante Aufführung

N.N., Sopran
OKKA VON DER DAMERAU, Mezzosopran
N.N., Tenor
BENJAMIN BRUNS, Tenor
BRYN TERFEL, Bassbariton
GÜNTHER GROISSBÖCK, Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: ANDREAS HERRMANN

MÜNCHNER PHIHARMONIKER
VALERY GERGIEV, Dirigent

Richard Wagner entwarf das Werk auf der Flucht vor den Gläubigern und vollendete es – nachdem er die Rechte an seinem Stoff hatte verkaufen müssen – ohne Kompositionsauftrag. Später betrachtete er die Partitur als sein erstes gültiges Werk.

Der "Fliegende Holländer" gilt vielen als der perfekte Einstieg in Wagners Werk. Unzählige Generationen haben sich bereits vor dem Geisterschiff gegruselt, haben mitgefiebert mit Senta, haben bewundert, wie Wagner die Nordsee Musik werden lässt.