Saison 2022/2023

Karten für die Konzerte der Münchner Philharmoniker erhalten Sie über die entsprechenden Links im Konzertkalender der Münchner Philharmoniker


Freitag, 16.09.2022, 20 Uhr, Isarphilharmonie
Samstag, 17.09.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie

Valentin Silvestrov: Elegie
Sofia Gubaidulina: »Der Zorn Gottes«
Max Reger: »An die Hoffnung«
Richard Wagner: »Parsifal« – Vorspiel zum 1. Aufzug und Auszüge aus dem 3. Aufzug

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
OKSANA LYNIV, Dirigentin

WIEBKE LEHMKUHL, Alt
PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

Mit Sofia Gubaidulina, der Grande Dame der zeitgenössischen Musik, und mit Oksana Lyniv am Pult läuten zwei Frauen die neue Saison der Münchner Philharmoniker ein. Gubaidulinas gewaltige Tondichtung »Der Zorn Gottes« wurde 2020 während eines überraschend verhängten Lockdowns in Wien uraufgeführt – in einem leeren Konzertsaal und »nur« als Videostream. Oksana Lyniv leitete die Uraufführung und wird nun Gubaidulinas musikalische Wutrede wenige Tage nach der deutschen Erstaufführung in München präsentieren. Die ukrainische Dirigentin ist nicht nur die erste Frau, die bei den Bayreuther Festspielen am Pult stand. Sie ist auch die erste Chefin eines italienischen Opernhauses, nämlich in Bologna, ausgerechnet dort, wo Wagners »Parsifal« 1914 erstmals außerhalb von Bayreuth aufgeführt werden durfte. »Parsifal« steht sinnbildlich für eine gebeutelte Gesellschaft in Erwartung auf eine bessere Welt und schlägt damit inhaltlich eine Brücke zu Max Regers »An die Hoffnung«. Auf den spätromantischen Werken Regers liegt ein Fokus in der Saison 2022/23, ein später Dank an den Komponisten, der sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs, als die Zukunft der Münchner Philharmoniker auf dem Spiel stand, für das Orchester einsetzte.


Sonntag, 23.10.2022, 17 Uhr, Erlöserpfarre Lustenau (Vorarlberg/Österreich)

MAX REGER: Der Mensch lebt und besteht
ARVO PÄRT: magnificat

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY: Orgel-Sonate in d-Moll

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY: Warum toben die Heiden
RUDOLF MAUERBERGER: Wie liegt die Stadt so wüst
MYKOLA LEONTOWITSCH: Ottsche nasch
HEINRICH KAMINSKI: Aus der Tiefe

MAURICE DURUFLÉ: Orgel-Prélude

SERGEJ RACHMANINOFF: Bogoroditse Devo
ANTON BRUCKNER: Ave Maria
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY: Denn er hat seinen Engeln

DORA DREXEL Sopran
MICHAEL SCHWÄRZLER Orgel

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
ANDREAS HERRMANN Dirigent


Freitag, 18.11.2022, 20 Uhr, Isarphilharmonie
Samstag, 19.11.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie

JOHANNES BRAHMS
"Schicksalslied" op. 54

MAX REGER
"Requiem" für Alt, Chor und Orchester op. 144/b

PETER I. TSCHAIKOWSKY
Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
NATHALIE STUTZMANN
Dirigentin

WIEBKE LEHMKUHL
Alt
PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

Sein »Deutsches Requiem« ist ein Requiem der Zuversicht. Mit dem in zeitlicher Nähe dazu entstandenen »Schicksalslied« folgte Johannes Brahms einer ähnlichen Intention: Im Gegensatz zur Gedichtvorlage von Hölderlin lässt er sein musikalisches »Schicksalslied « in hoffnungsvollen Tönen ausklingen. Gegen Gleichgültigkeit und Vergessen appelliert Max Reger in seinem Requiem, das er als eindringlichen Klagegesang angesichts der sinnlosen Opfer des Ersten Weltkriegs ausgestaltete. Zum zweiten Mal in dieser Spielzeit ist Wiebke Lehmkuhl versierte Solistin in Regers Klangwelten. Tschaikowsky haderte mit seinem Fatum. Seine »Fünfte« mit dem omnipräsenten »Schicksalsmotiv« ist die musikalische Blaupause seines inneren Seelendramas. Die französische Sängerin und Dirigentin Nathalie Stutzmann, frisch gekürte Musikdirektorin in Atlanta, debütiert mit diesem schicksalsträchtigen Programm bei den Münchner Philharmonikern.


Samstag 10.12.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie
Sonntag 11.12.2022, 11 Uhr, Isarphilharmonie

Gustav Mahler
3. Symphonie

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
Robin Ticciati, Dirigent

ELĪNA GARANČA, Mezzosopran

TÖLZER KNABENCHOR
Einstudierung: Michael Hofstetter

FRAUENCHOR DES PHILHARMONISCHEN CHORES MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

Militärmusik und Trompetensignale, Naturlaut und Kuhglocken, Trauermarsch und Holzhammer - kaum eine Musik oder ein Instrument hat Gustav Mahler (geboren am 7. Juli 1860 in Kalischt, Böhmen) in seinen Sinfonien ausgelassen. Darüber hinaus hat Mahler die Gattung Sinfonie auch dadurch erweitert, dass er in sie collageartig vokale Gattungen wie das Orchesterlied oder das Oratorium integrierte. Dies trug ihm den Vorwurf des Eklektizismus ebenso ein wie es eine ungeheure Erweiterung des Ausdrucks förderte.

Mahler, der am Wiener Konservatorium bei Robert Fuchs, Julius Epstein und Anton Bruckner studiert hatte, war zu Lebzeiten vor allem als Dirigent und Operndirektor weithin berühmt. Seine Laufbahn als Dirigent begann in Bad Hall und führte ihn über Laibach, Ölmütz, Kassel und Prag zunächst nach Leipzig, wo er 1886 als zweiter Kapellmeister neben Arthur Nikisch engagiert wurde. Bereits zwei Jahre später wurde Mahler zum Direktor der kgl. Ungarischen Oper in Budapest berufen, 1891 bis 1897 wirkte er als erster Kapellmeister am Hamburger Stadttheater. Bis dahin waren die ersten drei Sinfonien Mahlers von Arthur Nikisch, Felix von Weingartner und dem Komponisten selbst aufgeführt worden - die zweite mit mäßigem Erfolg, die erste und dritte konnten nur einen Teil des Publikums überzeugen: "Es war sehr starker Beifall, aber ebenso starke Opposition. Zischen und Applaudieren!", so beschreibt Mahler die Publikumsreaktion nach der Aufführung dreier Sätze seiner dritten Sinfonie am 9.3.1897 im Berliner Opernhaus unter der Leitung von Weingartner. Nachdem er im Mai 1897 erstmals an der Wiener Hofoper dirigiert hatte, wurde er schließlich im Oktober des gleichen Jahres von Kaiser Franz Joseph I. als deren Direktor eingesetzt. In dieser Zeit reformierte er das Opernhaus durch personelle Umbesetzungen, Neugestaltung der Spielpläne, innovative Bühnengestaltungen, vor allem aber durch - in zusätzlicher Probenarbeit stattfindende - Schulung des dramatischen Ausdrucks der Sänger und Chöre, durch die er eine gesteigerte dramatische Intensität der Aufführungen zu erreichen suchte. In diesen Jahren konnte er auch seinen Weltruf als Dirigent festigen und vermehrt Erfolge bei Publikum und Kritik mit Aufführungen seiner eigenen Kompositionen erringen. Nach seiner Demission von der Wiener Hofoper übernahm er in seinen vier letzten Lebensjahren noch zwei Spielzeiten an der Metropolitan Opera in New York sowie die Leitung des New York Philharmonic Orchestra.

Die Münchner Philharmoniker dirigierte Gustav Mahler in den Jahren 1901 und 1910 bei den Uraufführungen seiner 4. und 8. Symphonie. Im November 1911 gelangte mit dem damals noch "Konzertvereins-Orchester" genenannten Ensemble unter Bruno Walters Leitung Mahlers "Das Lied von der Erde" zur Uraufführung.

Nachdem die Werke des aus einer jüdischen Familie stammenden Mahler in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes aus den Spielplänen der Orchester verbannt waren, haben sie spätestens seit den sechziger Jahren - hervorzuheben ist Leonard Bernsteins Verdienst um die Aufführung Mahlerscher Werke mit den Wiener Philharmonikern - einen festen Platz in den Konzertprogrammen der führenden Orchester.

Inhaltlich kreisen Mahlers Werke, die philosophischen Ideen verpflichtet sind, um die Themenkreise von Liebe und Tod, Vergänglichkeit und die ewige Wiederkehr des Gleichen. In ihrem musikalischen wie inhaltlichen Anspruch gehören Mahlers Sinfonien zu den gewichtigsten Beiträgen dieser Gattung im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.

Am 21. Februar 1911 dirigierte Mahler – bereits krank – in New York sein letztes Konzert. Zunächst wurde eine Grippe vermutet, doch die Krankheit erwies sich als eine bakterielle Herzkrankheit. Mahler starb am 18. Mai 1911 in Wien und wurde auf dem Grinzinger Friedhof in einem Ehrengrab beigesetzt.


Freitag, 30.12.2021, 20 Uhr, Isarphilharmonie
Samstag, 31.12.2021, 17 Uhr, Silvesterkonzert, Isarphilharmonie

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
MAXIM EMELYANYCHEV Dirigent

JANAI BRUGGER Sopran
KATIJA DRAGOJEVIC Mezzosopran
SIMON BODE Tenor
GÁBOR BRETZ Bass

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

Er ist ein beeindruckendes Multitalent, ein Tausendsassa, der gleichermaßen als Pianist, Cembalist, Hornist und Dirigent überzeugen kann: Maxim Emelyanychev. Für seine lebendigen und zupackenden Interpretationen wird er mit Preisen überhäuft. Der junge Russe gilt als einer der vielversprechendsten Vertreter der neuen Dirigentengeneration. Seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des italienischen Barockensembles »Il Pomo d’Oro«, mit dem er äußerst erfolgreich mit Joyce DiDonato tourte, sowie des Nizhny Novgorod Soloists Chamber Orchestra. 2019 wurde er als Nachfolger von Robin Ticciati zum Chefdirigenten des Scottish Chamber Orchestra ernannt. Für sein Debüt bei den Münchner Philharmonikern übernimmt er die von Publikum wie von Orchester und Chor geschätzte Tradition, das alte Jahr mit Beethovens Vision einer humanistischen Welt ausklingen zu lassen. Möge der Götterfunke in vielen Menschenherzen auflodern!


Samstag, 11.03.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie
Sonntag, 12.03.2022, 11 Uhr, Isarphilharmonie

Arvo Pärt: »Swansong«

Arvo Pärt: 3. Symphonie

Felix Mendelssohn Bartholdy: 2. Symphonie »Lobgesang«

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
PAAVO JÄRVI Dirigent

CHEN REISS Sopran
MARIE HENRIETTE REINHOLD Mezzosopran
PATRICK GRAHL Tenor

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

Spiritualität im Konzertsaal – kein Komponist passt zu diesem Thema besser als Arvo Pärt. Seine von großer Einfachheit geprägte, kontemplative und mystische Tonsprache machte den tief-religiösen Esten zu einem der populärsten Komponisten der Gegenwart. Die von der mittelalterlichen Gregorianik beeinflusste Symphonie Nr. 3 stammt aus dem Jahr 1971 und ist somit eines der frühen Werke seines unverwechselbaren Personalstils. Pärt widmete das Werk übrigens dem estnischen Dirigenten Neeme Järvi, dessen Sohn Paavo die Leitung dieses Programms übernimmt. Aus jüngerer Zeit stammt »Swansong «, eine Orchesterfassung des Chorwerks »Littlemore Tractus«, in dem Pärt berühmte Predigttexte des Theologen John Henry Newman vertonte. Schon Felix Mendelssohn Bartholdy formte mit seiner Symphonie- Kantate »Lobgesang« ein religiös inspiriertes Konzertstück, das 1840 zur Vierhundertjahrfeier des Gutenberg‘schen Buchdrucks uraufgeführt wurde.


Freitag, 30.6.2022, 20 Uhr, Isarphilharmonie
Samstag, 1.7.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie
Sonntag, 2.7.2022, 19 Uhr, Isarphilharmonie

Carl Orff: Carmina Burana

MÜNCHNER PHILHARMONIKER
ALAIN ALTINOGLU Dirigent

JODIE DEVOS Sopran
MICHAEL HEIM Tenor
ADRIAN ERÖD Bariton

KINDERCHOR DES STAATSTHEATERS AM GÄRTNERPLATZ
Einstudierung: Verena Sarré

PHILHARMONISCHER CHOR MÜNCHEN
Einstudierung: Andreas Herrmann

1972 notierte Carl Orff ins Goldene Buch der Münchner Philharmoniker die ersten vier Akkorde des »O Fortuna« und bedankte sich bei seinen »geliebten Münchner Philharmonikern « für die gemeinsamen Konzerte. Das Orchester hatte sich seit seiner Gründung der Förderung süddeutscher Komponisten verschrieben, und dazu zählte natürlich auch Carl Orff als einer der wichtigsten tonalen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Im Juli 2020 jährte sich Carl Orffs Geburtstag zum 125. Mal. Ein Großteil der zu Ehren des Münchner Komponisten geplanten Konzerte fiel allerdings der Pandemie zum Opfer. Auch mit den Münchner Philharmonikern, die mit »Carmina Burana« ihre Saison 2020/21 eröffnen wollten, hatte Fortuna kein Erbarmen. Symbolhaft terminiert beschließt nun die Kantate über das Kommen und Gehen des irdischen Glücks die Abo-Saison 2022/23. An der Seite der Münchner Philharmoniker steht als bewährter und geschätzter Partner der Philharmonische Chor, außerdem der Kinderchor des Gärtnerplatztheaters. Für die »magischen Bilder«, die Orff seinem Werk im Untertitel zuschreibt, sorgt mit musiktheatralisch versiertem Zugriff der Chefdirigent der Brüsseler Oper, Alain Altinoglu.

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