Christian Thielemann

geboren 1959 in Berlin

 

Christian Thielemann ist seit der Spielzeit 1997/1998 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Nicht zuletzt aufgrund seiner Berliner Aufführungen sämtlicher in Bayreuth gespielten Opern Richard Wagners sowie von Elektra, Die Frau ohne Schatten, Daphne und Salome gilt Thielemann als einer der weltweit gefragtesten Dirigenten. Darüber hinaus dirigierte er zahlreiche Orchesterkonzerte mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin sowie Werke, die von Mozarts Opern über Schönbergs Moses und Aaron bis zu Henzes Prinz von Homburg reichen. Tourneen mit dem Orchester der Deutschen Oper führten ihn nach Japan, Italien, Spanien, Portugal und Deutschland. Im Mai 2001 folgte Thielemann mit seinem Orchester der Einladung zu einem Wagner-Festival im Pariser Théâtre de Champs-Élysées.

 

Christian Thielemann gastiert an den wichtigsten Opernhäusern der Welt. Am Londoner Opernhaus Covent Garden dirigierte er Jenufa, Elektra, Die Ägyptische Helena sowie Pfitzners Palestrina, eine Neuinszenierung, die Thielemann anschließend im Rahmen des ersten Gastspiels von Covent Garden an der New Yorker MET leitete. An der MET dirigierte Thielemann außerdem den Rosenkavalier und Arabella, und in der Saison 2001/02 wird er dort eine Neuproduktion der Frau ohne Schatten leiten. Sein Dirigat der Meistersinger von Nürnberg an der Lyric Opera Chicago war 1999 einer der Höhepunkte der Amerikanischen Opernsaison.

 

Christian Thielemann dirigiert regelmäßig die Berliner, Münchner und Wiener Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Israel Philharmonic Orchestra sowie das Philharmonia Orchestra London, mit dem er auch auf Tournee in Spanien, Portugal, Italien, Deutschland und der Schweiz konzertierte. In den USA verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem New York Philharmonic Orchestra. Darüber hinaus dirigiert er regelmäßig die Orchester in Philadelphia, Cleveland und Chicago. Im Oktober 2000 hatte Thielemann sein gefeiertes Debüt bei den Wiener Philharmonikern, das von der Deutschen Grammophon live mitgeschnitten wurde (Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64 und die Rosenkavalier-Suite). Zu einer erneuten Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmoniker wird es im September 2002 kommen, wenn Thielemann das Saison-Eröffnungskonzert dirigieren wird.

 

Für die Deutsche Grammophon Gesellschaft nahm Christian Thielemann mit dem Philharmonia Orchestra London Werke von Schumann sowie Beethovens 5. und 7. Symphonie auf, mit dem Philadelphia Orchestra Vorspiele und Ouvertüren Richard Wagners. Drei Aufnahmen mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin sind Ouvertüren und Vorspielen von Hans Pfitzner und Richard Strauss, Carl Orffs Carmina Burana sowie Schönbergs Pelleas und Melisande gewidmet. Christian Thielemann ist derzeit der einzige Dirigent, der exklusiv für die Deutsche Grammophon Gesellschaft aufnimmt.

 

Thielemann ist gebürtiger Berliner und begann schon in sehr frühen Jahren mit der harten aber, so Karajan, »unabdingbaren Ochsentour« des klassischen Kapellmeisters durch zahlreiche kleinere Bühnen. Nach zwanzig Jahren Opernerfahrung konzentriert sich Thielemann, der u. a. Erster Gastdirigent des Teatro Comunale di Bologna war, nun auf ausgewählte Orchester und wenige Opernhäuser wie Covent Garden London, die New Yorker MET, die Wiener Staatsoper sowie auf die Salzburger und Bayreuther Festspiele, wo er 2001 Die Meistersinger von Nürnberg und Parsifal sowie 2002 den Tannhäuser dirigieren wird. Bei den Salzburger Festspielen wird er 2003 mit den Wiener Philharmonikern die Uraufführung von Hans Werner Henzes neuester Oper leiten. Um mehr Zeit dem Wandern, Lesen oder Museumsbesuchen widmen zu können, begrenzt Christian Thielemann die Anzahl seiner Dirigate auf höchstens 65 pro Saison.