Ion Marin

 


Ion Marin ist einer der interessantesten Dirigenten der heutigen Musikszene und lebt als Staatsbürger Österreichs zur Zeit in der Schweiz, nachdem er 1986 seine Heimat Rumänien verlassen hat. Seine musikalische Ausbildung als Komponist, Dirigent und Pianist, erhielt er an der George Enescu Academy in Bukarest, am Mozarteum Salzburg und an der Accademia Chiggiana in Siena.
Während seiner ersten Stelle als Resident Conductor an der Wiener Staatsoper (wäh-rend Claudio Abbados Amtszeit als Direktor) dirigierte er von 1987 bis 1991 ein großes Repertoire mit Werken von Mozart bis Berg. Seinen hervorragenden Ruf auf dem symphonischen Gebiet – und dort vor allem in der Spätromantik und dem 20. Jahrhundert – entwickelte er durch das Dirigieren von Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Leipziger Gewandhaus Orchester, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem Montreal Symphony, dem Orchestre National de France und der Staatskapelle Dresden. Er hat dabei mit so herausragenden Solisten wie Yo-Yo Ma, Gidon Kremer, Martha Argerich, Sarah Chang, Yuri Bashmet und Franck Peter Zimmermann zusammengearbeitet.
Marin, im symphonischen wie im Opernrepertoire gleichermaßen zu Hause, leitete bereits Neuproduktionen an der Metropolitan Opera New York, der Deutschen Oper Berlin, der San Francisco Opera, der Opera Bastille u.a. Dabei arbeitete er mit so bekannten Sängern wie Jesse Norman, Placido Domingo, Angela Gheorghiu, Cecelia Bartoli und Dmitri Hvorostovsky sowie Regisseuren wie Giorgio Streller, Jean-Pierre Ponnelle, Roman Polanski, Germon und Harry Kupfer zusammen.
Ion Marins Diskographie erntete bereits drei Grammy-Nominierungen, den Deutschen Schallplattenpreis und den Diapason Palme d’Or. Er ist Träger der Alfred Schnittke Medaille 2004 für seinen außergewöhnlichen Einsatz für zeitgenössische Musik.